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Wiederholungstäter

Kommentar von Veit Heise

Es ist, wie es ist. Und verstehen werden es diejenigen, die noch klar bei Verstand sind, ohnehin nicht. Auch nicht nach langem nachdenken. Jedenfalls hat sich U.S.-Präsident Donald Trump als Wiederholungstäter bestätigt, nicht nur als machthungrigen und skrupellosen Gesetzesbrecher mit bipolarer Störung. Wer so viel Chuzpe hat, wie Trump, hat natürlich auch keine ebenbürtige Gegner auf dem politischen Parkett zu erwarten. Denn schließlich lebt Politik in der Regel von diplomatischem Feingefühl und das kann man dem noch amtierenden U.S.-Präsidenten getrost absprechen. Diplomatie ist in seinen Augen etwas für „Pussies“, die angeblich keine Eier haben.

Was das bedeutet kann man jedenfalls auch so auslegen, dass korrupte, mafiöse Strukturen die Macht in der Weltpolitik im festen Griff haben. Und Trump hat sicher auch seine Leichen im Keller, womit die Lobbyisten ihn in der Hand haben. Sein Gegner Joe Biden ist zu brav, nicht einmal dem Vorwurf Trumps, er und sein Sohn seien korrupt, kann er etwas „Gleichwertiges“ entgegensetzen. Selbst Wutausbrüche würden Trump nicht beeindrucken, er ruft dann einfach seine selbst ausgestatteten Gerichte auf den Plan – und sein Gegner wandert schlimmstenfalls in den Knast.

So mit einem Rechtssystem eines souveränem Staat umzugehen, tangiert schon den Tatbestand des Hochverrats. Aber das ist Menschen, mit einer solchen psychischen Störung, wie sie bei Donald Trump vorliegt, vollkommen egal. Es kümmert sie nicht, weil es nicht ihre Ichsucht und ihre Egozentrik tangiert. Wegen solcher psychischer Störung hatte man einst die Sicherungsverwahrung erfunden, die heute für andere, gewalttätige Straftäter vorbehalten ist. Den Schaden, den Donald Trump am Leben und an der Gesundheit von Millionen U.S.-BürgerInnen angerichtet hat, spielt dabei für Trumps „Hof-Gerichtsbarkeit“ garantiert keine Rolle. Niemand würde es wagen, gegen „The Chief“ zu widersprechen oder gar zu rebellieren. Ihnen würde letztendlich nur noch die Suche nach einem Exil bei Wladimir Putin oder Boris Johnson bleiben. Letzterer hat Trump auch schon vorsorglich gratuliert. Man möchte ja nicht gleich in Ungnade fallen, wenn man den Brexit schon perfekt an die Wand gefahren hat.