Widerstand ist auch BürgerInnenpflicht!

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Artikel 20(4) Grundgesetz (Deutsche Verfassung)

Da es in Thüringen keine Auflösung des am 5.2.2020 mit den faschistischen Stimmen der AfD unterstützten Landtags und ein Rücktritt des gewählten Ministerpräsidenten Thomas Kemmrich in Sicht ist, bleibt den LINKEN, Grünen und der SPD nichts anderes übrig, als geschlossen aus dem Thüringischen Landtag auszuziehen und eine Gegenveranstaltung mit Ausrufen einer Neuwahl für ganz Thüringen zu konstituieren. Es wäre ein Symbol für ganz Deutschland, wenn dies in Weimar geschehen würde und durch die Mehrzahl(!) der Wählerinnen und Wähler in Thüringen unterstützt wird.

Da die CDU und die FDP sich wegducken und sowohl eine Auflösung des Landtages und eine Neuwahl blockieren, kann es mit dem „alten Verfassungsorgan“ Thüringer Landtag auch keinen Neuanfang mehr geben. Da die Verfassung von Thüringen und der Bundesrepublik Deutschland aufs Gröbste missbraucht worden ist und weiter missbraucht werden soll, ist eine strikte Trennung von dem faschistischen System, welches auch die CDU und die FDP in Deutschland beinhaltet, notwendig geworden.

Artikel 20(4) kann aber nur vom Volk ausgehen! Darüber müssen sich die Thüringer klar werden. Der Rechtsweg ist durch die vergangene Wahl und die jetzt herrschenden Zustände im Thüringischen Landtag für die Wählerinnen und Wähler ausgeschöpft („andere Abhilfe nicht möglich ist“). Und nur durch das eindeutige Bekenntnis der Wählerinnen und Wähler gegen die faschistischen Strömungen in Deutschland, kann auch wieder ein innerpolitischer Frieden in Deutschland hergestellt werden.

Rede von Otto Wels (SPD), 23.3.1933 vor dem Reichstag in Berlin: